Foto: Carsten Steger / Wikimedia Commons Coburg & Rennsteig
Ehemalige Residenzstadt mit der mächtigen Veste Coburg, am Übergang von Franken zum Thüringer Wald und dem Wanderweg Rennsteig.
Coburg liegt im äußersten Norden Frankens, dort wo das fränkische Hügelland in den Thüringer Wald übergeht. Die ehemalige Residenzstadt verbindet ein dichtes historisches Erbe mit unmittelbarer Nähe zu einem der ältesten Höhenwanderwege Deutschlands - und sticht damit aus den klassischen fränkischen Reiseregionen heraus.
Landschaft und Geografie
Die Region rund um Coburg ist von sanft gewellten Hügeln, Wäldern und kleinen Flusstälern geprägt. Die Itz durchquert die Stadt und mündet weiter südlich in den Main. Nach Norden steigt das Gelände an: Über die Lange Berge und das Coburger Land erreicht man den Hauptkamm des Thüringer Waldes, der zugleich Wassereinzugsgrenze zwischen Weser, Elbe und Rhein ist. Auf diesem Kamm verläuft der Rennsteig, mit dem Großen Beerberg (983 m) als höchstem Punkt. Die Landschaft ist deutlich kühler und waldreicher als das Maintal weiter südlich, was sie besonders im Sommer zu einer angenehmen Wander- und Radregion macht.
Geschichte in Stichpunkten
- 1056: Erste urkundliche Erwähnung Coburgs.
- 1331: Stadtrecht durch Kaiser Ludwig den Bayer.
- 1353: Das Haus Wettin übernimmt die Herrschaft, später entsteht die ernestinische Linie Sachsen-Coburg.
- 1530: Martin Luther hält sich während des Augsburger Reichstags rund ein halbes Jahr auf der Veste Coburg auf.
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- Jahrhundert: Durch Heiratspolitik wird das Haus Sachsen-Coburg und Gotha mit europäischen Königshäusern verflochten, unter anderem über Prinz Albert mit der britischen Krone.
- 1920: Nach einer Volksabstimmung wird Coburg Teil Bayerns, nicht Thüringens.
- 1989/1990: Mit der Wiedervereinigung verschwindet die innerdeutsche Grenze nördlich der Stadt, die Region wächst mit dem Thüringer Wald wieder zusammen.
Was du nicht verpassen solltest
Über der Stadt thront die Veste Coburg, eine der größten Burganlagen Deutschlands mit bedeutenden Kunstsammlungen und der Lutherstube. In der Altstadt prägen Schloss Ehrenburg, das Hoftheater, die Morizkirche und das Albert-Denkmal am Markt das Bild. Wer mehr Burgenromantik sucht, kombiniert den Besuch gut mit weiteren Burgen und Schlössern in Franken oder einem Streifzug durch die historischen Städte Franken. Für Übernachtungen mit Burgblick eignet sich zum Beispiel das Burghotel Felsenkeller. Aktive zieht es eher in die Wälder - klassische Routen und Ideen finden sich unter Wandern in Franken und Wanderwege Franken, Radfahrer schauen in die Radtouren Franken.
Beste Reisezeit und Anreise
Von April bis Oktober ist die Region am vielseitigsten: Stadtbesuche, Burgbesichtigung und Wanderungen am Rennsteig lassen sich gut kombinieren. Im Herbst sind die Mischwälder besonders fotogen, im Winter ist der Rennsteig mit Loipen ein eigenes Thema, während Coburg selbst durch seinen Weihnachtsmarkt belebt wird. Coburg ist über die A73 (Nürnberg-Erfurt) angebunden und liegt seit 2017 an der ICE-Schnellfahrstrecke München-Berlin, was die Stadt aus dem ganzen Bundesgebiet gut erreichbar macht. Wer nach der Residenzstadt noch tiefer in fränkische Kulturlandschaften eintauchen will, fährt weiter ins Bayreuth & Fichtelgebirge oder in die Fränkische Schweiz.