Foto: Ermell / Wikimedia Commons Bamberg
Oberfränkische Welterbe-Stadt auf sieben Hügeln, berühmt für ihre unversehrte Altstadt und das rauchige Bier der Region.
Bamberg ist die heimliche Hauptstadt Oberfrankens: eine Bischofsstadt auf sieben Hügeln, deren Altstadt seit 1993 zum UNESCO-Welterbe gehört und die wie kaum eine andere Stadt in Deutschland fast unzerstört durch die Jahrhunderte gekommen ist. Wer Bamberg besucht, bewegt sich zwischen drei Stadtschichten: der Inselstadt mit Bürgerhäusern und Kanälen, der Bergstadt mit Dom und Residenz und der Gärtnerstadt, in der bis heute innerhalb der historischen Mauern Gemüse angebaut wird.
Landschaft und Geografie
Die Stadt liegt am Zusammenfluss der beiden Regnitz-Arme, kurz bevor diese in den Main mündet. Sieben Hügel rahmen das Tal, der prägendste ist der Domberg. Über den Main-Donau-Kanal hat Bamberg direkten Anschluss an die europäische Binnenwasserstraße. Rundherum erstrecken sich sanfte Höhen Richtung Steigerwald im Westen und Fränkische Schweiz im Osten, beide in unter einer Stunde erreichbar.
Geschichte in Stichpunkten
- 1007: Kaiser Heinrich II. gründet das Bistum Bamberg, die Stadt wird kirchliches und politisches Zentrum
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- bis 18. Jahrhundert: Hochstift Bamberg als geistliches Fürstentum mit weltlicher Macht
- 1612 bis 1631: dunkle Epoche der Hexenprozesse mit mindestens 884 Hingerichteten
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- bis 18. Jahrhundert: barocker Ausbau unter den Fürstbischöfen, darunter Balthasar Neumanns Wirken
- 1802: Säkularisierung, Bamberg fällt an Bayern
- Zweiter Weltkrieg: Altstadt bleibt weitgehend verschont, Substanz weitgehend erhalten
- 1979: Gründung der Otto-Friedrich-Universität
- 1993: Aufnahme der Altstadt in die UNESCO-Welterbeliste
Was du nicht verpassen solltest
Wer nur einen Tag bleibt, sollte den klassischen Bogen schlagen: vom Bamberger Dom mit dem berühmten Bamberger Reiter über die Alte Hofhaltung und den Rosengarten der Neuen Residenz hinunter zur Regnitz. Dort liegt das auf einer Insel errichtete Alte Rathaus, von zwei Brücken eingerahmt. Wenige Schritte weiter beginnt Klein-Venedig, die Reihe alter Fischerhäuser direkt am Wasser. Wer länger bleibt, kombiniert die Stadt mit einem Ausflug zur Festung Rosenberg in Kronach oder ins benachbarte Coburger Land. Übernachten lässt sich stilvoll im Boutique am Domplatz, nur wenige Schritte vom Welterbe entfernt.
Bamberg ist zudem Bierstadt: rund ein Dutzend Brauereien arbeiten im Stadtgebiet, lokale Spezialität ist das Rauchbier mit über Buchenholzfeuer gedarrtem Malz. Hintergründe dazu liest du im Magazin unter Schönste Altstädte Frankens und Historische Städte Frankens.
Beste Reisezeit und Anreise
Hauptsaison ist April bis Oktober. Im Spätsommer findet die Sandkerwa statt, das größte Volksfest der Stadt, mit Fischerstechen auf der Regnitz. Wer Menschenmassen meiden möchte, kommt im Mai oder September. Die Anreise per Bahn ist komfortabel: Bamberg liegt an der ICE-Strecke Berlin-München mit direktem Halt. Mit dem Auto erreichbar über die A70 (Schweinfurt-Bayreuth) und die A73 (Suhl-Nürnberg). Vom Bahnhof ist die Altstadt zu Fuß in rund 15 Minuten erreichbar, eine erste Orientierung gibt unsere Reiseplanung Franken. Mehr Inspiration für Bierfreunde und Genießer findest du im Hub Wein und Genuss.
Top-Sehenswürdigkeiten
Bamberg Altstadt Klein Venedig
Romantische Reihe ehemaliger Fischerhäuser direkt am Wasser - das idyllische Postkartenmotiv Bambergs.
Bamberger Dom
Viertürmiger Kaiserdom mit dem rätselhaften Bamberger Reiter und dem einzigen Papstgrab nördlich der Alpen.