Weinberge der Lage Würzburger Stein über dem Maintal bei Würzburg Foto: Rolf Krahl / Wikimedia Commons
Unterfranken

Würzburg & Weinland

Barocke Residenzstadt am Main, umgeben von steilen Weinbergen und den Steillagen des fränkischen Weinlands.

Würzburg liegt im Maindreieck, eingerahmt von Spessart, Rhön und Steigerwald, und ist das kulturelle wie weinwirtschaftliche Zentrum Unterfrankens. Die Stadt verbindet barocke Architektur, eine sichtbar lebendige Universitätsstadt und einen der bekanntesten Weinbergsteilhänge Deutschlands auf engstem Raum. Wer von hier aus die Weinorte am Main erkundet, findet eine der dichtesten Genuss- und Kulturlandschaften Frankens.

Landschaft und Geografie

Die Region liegt im Talkessel des Mains, der sich südlich der Stadt in mehreren Schleifen durch Muschelkalk- und Keuperböden windet. Diese Böden, kombiniert mit einem milden Klima und langen Sonnenstunden, machen das Maindreieck zu einer der wärmsten Ecken Bayerns. Steilhänge wie der Würzburger Stein prägen das Stadtbild ebenso wie die ausgedehnten Lagen rund um Volkach an der Mainschleife. Zwischen den Weinbergen liegen kleine Winzerdörfer, Auenwälder und historische Ortskerne, die sich gut zu Fuß oder mit dem Rad verbinden lassen.

Geschichte in Stichpunkten

  • 704: Erste urkundliche Erwähnung als “Virteburh”
  • 741: Bonifatius macht Würzburg zum Bischofssitz
  • 1168: Die Bischöfe erhalten den Titel Fürstbischof und prägen die Stadt jahrhundertelang
  • 1402: Erste Gründung einer Universität, die heutige Julius-Maximilians-Universität geht darauf zurück
  • 1720-1744: Bau der fürstbischöflichen Residenz unter Balthasar Neumann
  • 1895: Wilhelm Conrad Röntgen entdeckt in Würzburg die nach ihm benannten Strahlen
    1. März 1945: Bombenangriff zerstört rund 80 Prozent der Altstadt
  • Ab 1946: Schrittweiser Wiederaufbau der historischen Bausubstanz
  • 1981: Die Residenz wird in die UNESCO-Welterbeliste aufgenommen

Was du nicht verpassen solltest

Die Würzburger Residenz mit dem Treppenhaus und den Deckenfresken Tiepolos ist der unbestrittene Ausgangspunkt jedes Besuchs. Hoch über der Stadt thront die Festung Marienberg, von deren Bastionen sich der Blick über Mainbogen und Weinberge öffnet. Im Tal verbindet die Alte Mainbrücke Altstadt und Festungsberg und ist Schauplatz des berühmten Brückenschoppen. Südöstlich der Stadt lohnt die Mainschleife bei Volkach mit der Wallfahrtskirche Maria im Weingarten. Wer tiefer in die Weinkultur einsteigen will, kann den Silvaner verstehen oder sich die Geschichte des Bocksbeutels erschließen. Eine entspannte Ankunft bietet zum Beispiel das Hotel Rebstock in Würzburg oder das Weingut-Hotel am Main im Umland.

Beste Reisezeit und Anreise

Die Hauptsaison reicht von Mai bis Oktober, mit zwei besonderen Höhepunkten: den Sommer-Weinfesten in den Winzerdörfern und der Weinlese im September. Im Frühjahr blühen die Hänge, im Herbst färben sich die Reben goldgelb. Würzburg ist über die ICE-Strecke Frankfurt-Nürnberg sowie die Autobahnen A3 und A7 sehr gut erreichbar. Innerhalb der Region kommt man mit Regionalzügen, Bus, Mainfähren und auf dem Main-Radweg gut voran. Wer mehr vom Weinland Franken sehen will, plant am besten zwei bis vier Tage ein und kombiniert die Stadt mit einem Abstecher in die Weinorte am Main.