Architektur in Franken: Von der Romanik bis zur Moderne
Mittelalterliche Festungen, barocke Residenzen und kühne Museumsbauten - Frankens Baukunst erzählt fast tausend Jahre Geschichte auf engem Raum.
Die Würzburger Residenz ist eines der bedeutendsten Barockschlösser Europas und gehört seit 1981 zum UNESCO-Welterbe. Sie liegt am östlichen Rand der Altstadt und prägt zusammen mit dem Residenzplatz das städtebauliche Gesicht der Region Würzburg & Weinland.
Bauherren waren die Fürstbischöfe Johann Philipp Franz und Friedrich Karl von Schönborn, die das Schloss als neue Residenz anstelle der Höhenburg Festung Marienberg auf der anderen Mainseite errichten ließen. Der Rohbau entstand zwischen 1720 und 1744 unter der Leitung von Balthasar Neumann, beratend wirkten Maximilian von Welsch, Robert de Cotte, Germain Boffrand und Johann Lucas von Hildebrandt mit. Die Innenausstattung zog sich bis 1780. Beim Bombenangriff am 16. März 1945 brannten weite Teile aus; die Wiederherstellung dauerte bis 1987.
Den ersten und stärksten Eindruck liefert das Treppenhaus mit Balthasar Neumanns flachem, stützenfreiem Gewölbe und dem 580 Quadratmeter großen Deckenfresko von Giovanni Battista Tiepolo (1752–1753), das die damals bekannten vier Erdteile darstellt. Es überstand 1945 unbeschädigt. Weitere Höhepunkte:
Im Schloss sind außerdem das Martin-von-Wagner-Museum und die Staatsgalerie untergebracht.
Vom Hauptbahnhof sind es etwa 15 Minuten zu Fuß durch die Altstadt, vorbei am Dom. Wer mit dem Auto kommt, parkt am besten in einem der Parkhäuser am Innenstadtrand. Den Tag lässt sich gut ergänzen mit einem Bummel über die Alte Mainbrücke zum Brückenschoppen und einer Weinprobe in den Hanglagen.
Architekturinteressierte verbinden den Besuch mit weiteren Burgen und Schlössern Frankens oder einer Tour zu den historischen Städten Frankens. Wer Würzburg als Ausgangspunkt nutzt, findet rund um die Mainschleife bei Volkach Weingüter und Radwege; eine Übernachtung im Hotel Rebstock liegt nur wenige Gehminuten von der Residenz entfernt.
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