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Festung Marienberg

📍 Festung Marienberg, 97082 Würzburg · Würzburg & Weinland
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Hoch über dem linken Mainufer thront die Festung Marienberg und prägt das Stadtbild von Würzburg wie kein zweites Bauwerk. Von 1253 bis 1719 residierten hier die Würzburger Fürstbischöfe, bis sie in die neu errichtete Würzburger Residenz am Talgrund umzogen. Geblieben ist eine der mächtigsten Anlagen Frankens, die mittelalterliche, Renaissance- und barocke Schichten in einem einzigen Bauensemble vereint.

Geschichte in Etappen

Der Kern der Anlage reicht weit zurück: Die runde Marienkirche im inneren Burghof gilt als merowingischer Bau um 706 und zählt damit zu den ältesten Kirchen Deutschlands. Um 1200 ließ Bischof Konrad von Querfurt den rund 40 Meter hohen Bergfried sowie den 102 Meter tiefen Tiefen Brunnen anlegen. Nach einem schweren Brand 1572 verwandelte Fürstbischof Julius Echter von Mespelbrunn die Burg ab 1573 in ein Renaissanceschloss. Unter Johann Philipp von Schönborn entstanden ab etwa 1650 die mächtigen Bastionen, das Neutor wurde 1652/53 vollendet, der Fürstengarten erhielt seine heutige Form zwischen 1699 und 1719.

Was du siehst

Der Rundgang führt zunächst durch das Neutor und den weiten Echterbastion-Bereich, ehe man den inneren Burghof erreicht. Dort stehen Marienkirche, Bergfried und Brunnenhaus dicht beieinander.

  • Marienkirche mit Resten der frühmittelalterlichen Rundkirche
  • Bergfried als zentraler Wachturm mit umlaufendem Ringmauerring
  • Brunnenhaus mit dem 102 Meter tiefen Burgbrunnen
  • Fürstenbaumuseum mit Stadtgeschichte, Goldschmiedearbeiten und der Tilman-Riemenschneider-Skulpturen-Tradition
  • Museum für Franken in den ehemaligen Zeughäusern
  • Fürstengarten als italienisch inspirierter Hortus auf der östlichen Geschützplattform

Von Bastionen und Terrassen blickt man über das Maintal, die Alte Mainbrücke und die Dächer der Altstadt bis zu den Weinlagen am Stein.

Anreise und Tipps

Der Aufstieg zu Fuß durch die Weinberge dauert ab der Alten Mainbrücke rund 20 Minuten und ist die schönste Variante. Alternativ verkehrt eine Buslinie auf den Berg, am Neutor liegt zudem ein Parkplatz. Wer Zeit hat, kombiniert den Besuch mit einem Brückenschoppen auf der Alten Mainbrücke und einer Verkostung von Silvaner aus Würzburg. Wer noch tiefer in fränkische Festungsbaukunst eintauchen will, findet in unserem Überblick zu Burgen und Schlössern in Franken weitere Ziele. Für Übernachtungen in der Altstadt eignet sich das Hotel Rebstock als Ausgangspunkt.

Gut zu wissen

Auf einen Blick

Erste Burgab ca. 1200
Lageüber dem Main
MuseenFürstenbaumuseum
Lage

So findest du hin