Panorama der Nürnberger Altstadt mit Kaiserburg und Kirchtürmen Foto: mb1302 / Wikimedia Commons
Mittelfranken

Nürnberg & Fürth

Mittelfränkische Metropolregion mit mittelalterlicher Kaiserburg, lebendiger Altstadt und einem der bekanntesten Weihnachtsmärkte Europas.

Nürnberg und Fürth bilden zusammen mit Erlangen und Schwabach den Kern der Metropolregion Mittelfranken. Die beiden Städte gehen baulich praktisch ineinander über, behalten aber ihren je eigenen Charakter: Nürnberg mit seiner Sandstein-Altstadt unter der Kaiserburg, Fürth mit einem der dichtesten Bestände an Gründerzeit-Architektur in Deutschland. Wer Franken besucht, kommt an dieser Doppelstadt kaum vorbei und sollte ihr mindestens zwei volle Tage einräumen.

Landschaft und Geografie

Nürnberg liegt beiderseits der Pegnitz im Übergang vom fruchtbaren Knoblauchsland im Norden zum großen Reichswald im Süden und Osten. Der Untergrund ist weicher Burgsandstein, das Material, aus dem die Altstadt und ihre Kirchen gebaut sind. Wenige Kilometer westlich fließen Pegnitz und Rednitz in Fürth zur Regnitz zusammen, die später bei Bamberg den Main erreicht. Die Region ist flach bis sanft hügelig, gut mit Rad und Bahn erschlossen und bildet das städtische Gegengewicht zur Fränkischen Schweiz im Norden und zum Steigerwald im Westen.

Geschichte in Stichpunkten

  • 1050: erste urkundliche Erwähnung Nürnbergs
  • 1219: Status als Freie Reichsstadt, Aufstieg zum Handels- und Handwerkszentrum
  • 15./16. Jahrhundert: Blütezeit mit Albrecht Dürer, Veit Stoß und Peter Henlein
  • 1806: Eingliederung in das Königreich Bayern
  • 1835: erste deutsche Eisenbahn zwischen Nürnberg und Fürth
  • 1933-1945: Reichsparteitage und schwere Kriegszerstörungen
  • 1945/46: Nürnberger Prozesse gegen die NS-Hauptkriegsverbrecher
  • Nachkriegszeit: behutsamer Wiederaufbau der Altstadt im historischen Grundriss

Mehr Hintergrund zur Region liefert unser Überblick zur Geschichte der Franken.

Was du nicht verpassen solltest

Die wichtigsten Ziele lassen sich in der Nürnberger Altstadt zu Fuß verbinden. Vom Hauptmarkt mit Schönem Brunnen und Frauenkirche führen kurze Wege zu St. Sebald, zum Albrecht-Dürer-Haus und hinauf zur Kaiserburg mit Blick über die roten Dächer. Für die Auseinandersetzung mit dem 20. Jahrhundert lohnen das Dokumentationszentrum Reichsparteitagsgelände im Süden und der Memorium Nürnberger Prozesse im Westen, beides per U-Bahn oder S-Bahn erreichbar. Wer mehr Zeit hat, fährt mit der S-Bahn zwei Stationen nach Fürth: Rathaus nach Florentiner Vorbild, Jüdisches Museum Franken und ein kompletter Stadtkern aus dem 19. Jahrhundert. Eine Übernachtungsadresse in der Altstadt erspart lange Anfahrtswege. Tipps zu weiteren Stadtkernen findest du in unserer Auswahl der schönsten Altstädte Frankens.

Beste Reisezeit und Anreise

Frühling und Frühsommer sind ideal für die Altstadt: mildes Wetter, lange Tage, Biergärten geöffnet. Der Herbst bringt ruhigere Gassen und gute Sicht von der Burg, der Advent gehört dem Christkindlesmarkt auf dem Hauptmarkt, der die Stadt vier Wochen lang füllt und früh ausgebucht ist. Nürnberg Hbf ist ICE-Knotenpunkt mit direkten Verbindungen nach München, Frankfurt, Berlin und Wien. Der Flughafen liegt im Norden der Stadt und ist per U-Bahn in zwölf Minuten erreichbar. Mit dem Auto führen A3, A6 und A9 zusammen, was die Region zu einem praktischen Ausgangspunkt für weitere Touren durch Franken macht.