Bildungsmöglichkeiten in Franken: Studieren, Weiterbilden, Wachsen
Von der Traditionsuniversität bis zur Volkshochschule - ein Überblick über die fränkische Bildungslandschaft und ihre Angebote für jede Lebensphase.
Hoch über den roten Dächern der Nürnberger Altstadt erhebt sich die Kaiserburg, das unverwechselbare Wahrzeichen der Stadt und eines der wichtigsten Bauwerke des mittelalterlichen Reiches. Zwischen 1105 und 1571 hielten sich hier alle Kaiser und Könige des Heiligen Römischen Reiches zumindest zeitweilig auf.
Die erste schriftliche Erwähnung stammt aus dem Jahr 1105, als König Heinrich V. die Burg nach zweimonatiger Belagerung eroberte. Unter den Staufern wurde sie zur Kaiserpfalz ausgebaut: Konrad III. begann 1140 mit den Arbeiten, die ältesten heute sichtbaren Teile entstanden um 1200. Friedrich Barbarossa weilte zwölfmal hier, Friedrich II. sechzehnmal. 1427 kaufte die Reichsstadt Nürnberg den Hohenzollern-Burggrafen ihren Anteil für rund 120.000 Gulden ab und kontrollierte fortan die gesamte Anlage. Der Palas wurde 1440-1442 gotisch neu gebaut, 1487 und 1559/60 erweitert. 1944/45 erlitt die Burg schwere Kriegsschäden, nahezu unversehrt blieben nur die Doppelkapelle und der Sinwellturm. Der Wiederaufbau erfolgte in historischen Formen, die Kemenate wurde bis 1971 fertiggestellt.
Der Komplex teilt sich in die kaiserliche Burg im Westen und die ehemalige Burggrafenburg im Osten. Sehenswert sind besonders:
Die Burg liegt am nördlichen Rand der Altstadt, gut 15 Gehminuten vom Hauptmarkt entfernt. Der Aufstieg über die Burgstraße führt am Albrecht-Dürer-Haus vorbei. Auto-Parkplätze sind knapp, mit Bahn und U-Bahn (Station Lorenzkirche) ist die Anfahrt unkomplizierter.
Plane für die Burg samt Museum, Brunnen und Sinwellturm rund zwei Stunden ein. Kombinier den Besuch mit einem Rundgang durch die Gassen rund um die Nürnberger Altstadt und einem Mittag in einem fränkischen Wirtshaus. Wer länger bleibt, findet im Beitrag Schönste Altstädte Frankens und in der Übersicht der Region Nürnberg-Fürth weitere Ideen. Für Architekturinteressierte lohnt ein Abstecher in die Fränkische Schweiz mit ihren Felsenburgen oder ein Tag in Bamberg. Wer in der Stadt übernachten möchte, findet im Altstadt-Hotel Lorenz eine ruhige Adresse in Fußnähe.
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